Die Monotypie: eine Drucktechnik, die keine ist

Edgar Degas, Paul Gaugin, Henri de Toulouse-Lautrec – sie alle haben sie benutzt – genau wie Eiko Borcherding in seinen Arbeiten der Serie „Sort Sol“ -

die Monotypie, die Verbindung von Malerei, Zeichnung und Grafik.

Statt auf Papier oder Leinwand wird auf Glas-, Igelit- Acryl- oder Metallplatten gezeichnet oder gemalt und, solange die Farbe noch feucht ist, mittels Presse oder Handabreibung auf das Papier gedruckt. Geschieht das mit einer Druckpresse, hat der Abzug einen Plattenrand wie ein Tiefdruck.

Die Monotypie (“ein einziges Bild”) ist eindeutig ein Original und kann nicht der herkömmlichen Druckgrafik zugerechnet werden, da das Hauptmerkmal, die Herstellung beliebig vieler (nahezu) identischer Abbildungen, nicht gegeben ist.

Die Verbindung zur Druckgrafik ist darin zu sehen, dass die Bildfläche nicht direkt, sondern in mittelbarer Arbeitsweise bearbeitet wird.

Image via Wikimedia Commons: Castiglione: Kopf eines Orientalen, 1655, Monotypie aquarelliert und mit Öl überarbeitet.






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