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Die Kraft der Linie. Information ist zweitrangig.

Abstraktion und Bildlichkeit in Japan und dem Westen.


Die Ausstellung zeigt japanische Schriftkunst aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts unter anderem von Morita Shiryû neben Graphiken und Plakaten westlicher Künstler wie Max Ernst, A.R. Penck oder André Masson. Zu sehen sind auch Keramiken von Hamada Shôji oder Pablo Picasso, deren spontane Bemalung vom kalligraphischen Gestus geprägt ist. Die japanischen Künstler übernahmen die in der traditionellen chinesischen Kunsttheorie verankerte Auffassung von der Kalligraphie als einem Ausdruck der Persönlichkeit. Danach ist die Niederschrift ein unmittelbares Zeugnis des Ichs, das nur aus einer geistigen Sammlung und einem Einssein mit dem Pinsel heraus gelingt. Die Übermittlung einer Information ist zweitrangig, und auch die Lesbarkeit der Zeichen wird unwichtig.

Die Ausstellung ist noch bis zum 08. Januar 2012 im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu sehen.

Abb.: Hidai Nangaku, Kalligraphie: Ju, Langes
Leben, Japan, 1968, Geschenk von Rose Hempel



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